Manchmal entstehen die größten Verbesserungen im Bereich Sicherheit durch die einfachsten Ideen.
Als Teil der Wienerberger Gruppe hat unser Kunde in Rumänien genauer untersucht, wie häufig Mitarbeitende im Palettierbereich Gefahrenzonen betreten müssen. Dabei fiel eine auf den ersten Blick alltägliche Tätigkeit besonders auf: der Wechsel von PET-Umreifungsspulen.
Bisher wurde die Anlage mit PET-Bändern a 2.000 Meter Umreifungsband beliefert und die je Spule ca. 14,2 kg wiegen. Aufgrund eines kurzfristigen Wechsels wurden kürzlichen Spulen mit je 3.000 m und 20,9 kg eingesetzt.
Auf den ersten Blick schienen die schwereren Spulen eher eine Herausforderung darzustellen. Das Team entschied sich jedoch, die Auswirkungen auf den Betrieb genauer zu analysieren.
Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 30 Metern PET-Band pro Palette sichert eine Spule mit 2.000 Metern etwa 66 Paletten, während eine mit 3.000 Metern rund 100 Paletten abdeckt.
Bei einem täglichen Produktionsvolumen von etwa 350 Paletten ergibt sich daraus:
Das Ergebnis: eine beeindruckende Reduzierung der Betretungen der Gefahrenzone um 34 %, allein im Zusammenhang mit dem Wechsel der Umreifungsspulen.
Weniger Betretungen bedeuten weniger Kontakt mit potenziellen Gefahrenquellen, geringere Risikobelastung für die Mitarbeitenden und gleichzeitig effizientere Abläufe. Was zunächst wie ein kleiner Unterschied bei der Verpackung erschien, erwies sich als bedeutende Möglichkeit zur Verbesserung der Arbeitssicherheit.
Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass der Kunde auf Teufelberger zuging, um zu prüfen, ob die 3.000-MeterSpulen künftig als Standardlösung eingesetzt werden können.
Gleichzeitig geht das Team verantwortungsvoll den nächsten Schritt: Die ergonomischen Auswirkungen der schwereren Spulen werden derzeit bewertet. Zudem wird geprüft, ob interne oder externe Anforderungen, Normen oder gesetzliche Vorschriften hinsichtlich des höheren Handhabungsgewichts zu berücksichtigen sind.
Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie ein Blick über das Offensichtliche hinaus unerwartete Vorteile aufdecken kann. Durch die Kombination von Betriebsdaten und einer konsequenten Sicherheitsorientierung konnte eine praktikable Lösung identifiziert werden, die die Effizienz steigert und gleichzeitig die Exposition von Mitarbeitenden in Risikobereichen deutlich reduziert.
Eine einfache Erhöhung der Spulenlänge. Eine Reduzierung der Betretungen von Gefahrenzonen um 34 %. Ein klarer Gewinn für Sicherheit und Produktivität.
Stathis Skarvellis